Wissen aus der Praxis
Fachartikel und Ratgeber zu
Wertanalyse und Value Management
Hier finden Sie Hintergründe, Methodenwissen und praktische Impulse
für Kostenoptimierung, Funktionenanalyse und wertorientierte
Produktentwicklung.

Häufige Fragen zu Wertanalyse, Value Engineering und Produktkosten

Hier finden Sie kompakte Antworten auf häufige Fragen rund um Wertanalyse, Value Engineering, Value Management, Produktkostenoptimierung, Funktionenanalyse, Funktionenkostenanalyse, Projektberatung und Qualifizierung.

Die Antworten geben einen ersten Überblick. Wo ein Thema vertieft behandelt wird, führt ein Link direkt zur passenden Methoden-, Beratungs-, Seminar- oder Referenzseite.

Wertanalyse, Value Engineering und Value Management

Was ist Wertanalyse?

Wertanalyse ist eine strukturierte, funktionenorientierte Vorgehensweise zur Verbesserung des Werts eines Produkts, Prozesses oder einer Dienstleistung. Dabei werden nicht nur Kosten betrachtet, sondern auch die Funktionen, die erfüllt werden müssen, sowie die Anforderungen und der Nutzen für den Kunden.

Die zentrale Frage lautet nicht ausschließlich: „Wie wird das bestehende Produkt billiger?“, sondern: „Welche Funktionen müssen erfüllt werden und wie können wir diese wirtschaftlicher oder besser erfüllen?“

Weiterführend: Was ist Wertanalyse? · Wertanalyse-Arbeitsplan · Projektberatung

Was ist Value Engineering?

Value Engineering bezeichnet die Anwendung der wertanalytischen Denkweise insbesondere bei der Gestaltung und Entwicklung von Lösungen. Im Mittelpunkt stehen Funktionen, Kosten, Kundenanforderungen und alternative technische Konzepte.

In der Praxis werden die Begriffe Wertanalyse und Value Engineering teilweise unterschiedlich verwendet. Es handelt sich dabei nicht um zwei völlig getrennte Methoden.

Weiterführend: Wertanalyse / Value Engineering · Value Engineering in der Neuentwicklung

Was ist der Unterschied zwischen Wertanalyse und Value Management?

Wertanalyse ist eine konkrete, strukturierte Vorgehensweise für Projekte. Value Management ist weiter gefasst und betrachtet Wertorientierung zusätzlich auf organisatorischer und strategischer Ebene.

Ein Unternehmen kann beispielsweise einzelne Wertanalyseprojekte durchführen. Wenn Auswahl, Qualifizierung, Standards und Wertorientierung dauerhaft im Unternehmen verankert werden, bewegt sich die Fragestellung stärker in Richtung Value Management.

Weiterführend: Unterschied Wertanalyse und Value Management · Value Management · Value Management Office

Ist Wertanalyse nur eine Methode zur Kostensenkung?

Nein. Kosten sind ein wichtiger Bestandteil, aber Wertanalyse betrachtet Kosten gemeinsam mit Funktionen und Nutzen.

Eine Lösung ist nicht automatisch besser, nur weil sie weniger kostet. Entscheidend ist, ob die benötigten Funktionen und Anforderungen weiterhin erfüllt werden. Je nach Projekt kann das Ziel deshalb auch sein, den Kundennutzen zu erhöhen, ein Kostenziel in der Entwicklung zu erreichen oder technische Lösungen grundsätzlich neu zu gestalten.

Weiterführend: Produktkosten senken · Kosten und Kundennutzen · Value Engineering

Für welche Produkte oder Aufgaben kann Wertanalyse eingesetzt werden?

Wertanalyse kann auf Produkte und Prozesse angewendet werden. Die aktuelle VDI-Systematik zur Funktionenanalyse und Funktionenkostenanalyse schließt darüber hinaus auch Dienstleistungen ein.

Besonders sinnvoll ist die Methodik, wenn Funktionen, Kosten, Kundenanforderungen und technische Lösungsalternativen gemeinsam betrachtet werden sollen.

Weiterführend: Wertanalyse für bestehende Produkte · Wertanalyse für Prozesse und Dienstleistungen

Was bedeutet Funktionenorientierung in der Wertanalyse?

Funktionenorientierung bedeutet, dass zunächst nicht die bestehende technische Lösung im Mittelpunkt steht, sondern die Aufgabe, die erfüllt werden muss.

Statt nur zu fragen: „Wie machen wir dieses Bauteil günstiger?“, wird beispielsweise gefragt: „Welche Funktion erfüllt das Bauteil und wie könnte diese Funktion noch realisiert werden?“

Dadurch können neue Lösungsräume entstehen.

Weiterführend: Funktionenanalyse · Funktionenorientierung statt Bauteiloptimierung

Produktkosten, Kostensenkung und Wertanalyseprojekte

Wie hilft Wertanalyse dabei, Produkt- und Herstellkosten zu senken?

Wertanalyse verbindet Kostenanalyse mit Kundenanforderungen und Funktionen.

Das Team untersucht zunächst, welche Leistungen für den Kunden tatsächlich erforderlich sind, welche Funktionen dafür erfüllt werden müssen und welcher Aufwand mit diesen Funktionen verbunden ist. Danach werden gezielt Suchfelder für alternative Lösungen entwickelt.

So wird nicht nur an einzelnen Bauteilpreisen gearbeitet, sondern die technische Lösung kann grundsätzlich hinterfragt werden.

Weiterführend: Produktkosten systematisch senken · Funktionenkostenanalyse · Kostensenkungsprojekt

Wie können Kosten gesenkt werden, ohne den Kundennutzen zu verschlechtern?

Dafür muss zuerst geklärt werden, welche Anforderungen und Funktionen für den Kunden tatsächlich wichtig sind.

Anschließend kann untersucht werden, ob bestimmte Funktionen mit geringerem Aufwand erfüllt werden können, ob Übererfüllung besteht oder ob andere technische Lösungen möglich sind.

Der Kundennutzen wird damit nicht erst nach der Kostensenkung geprüft, sondern von Beginn an in die Analyse einbezogen.

Weiterführend: QFD und Kundenanforderungen · Overengineering · Kosten-Nutzen-Betrachtung

Wann lohnt sich ein Wertanalyseprojekt?

Ein Wertanalyseprojekt kann besonders sinnvoll sein, wenn beispielsweise:

  • Produkt- oder Herstellkosten zu hoch sind,
  • ein Kostenziel in der Entwicklung nicht erreicht wird,
  • Wettbewerbsdruck entsteht,
  • ein Produkt technisch komplex geworden ist,
  • viele Varianten bestehen,
  • Kostenpotenziale nicht transparent sind,
  • eine neue Produktgeneration vorbereitet wird.

Ob sich ein konkretes Projekt eignet, sollte vorab anhand von Handlungsdruck, Potenzial, Datenlage, Veränderungsspielraum und Umsetzbarkeit geprüft werden.

Weiterführend: Wann Wertanalyse einsetzen? · Projekt-Potenzialanalyse

Wie wählt man das richtige Produkt für ein Wertanalyseprojekt aus?

Nicht automatisch das teuerste Produkt besitzt das größte Wertanalysepotenzial.

Bei einer Projekt-Potenzialanalyse können unter anderem Kostenlücke, Margendruck, Komplexität, Variantenvielfalt, strategische Bedeutung, Datenverfügbarkeit und technische Veränderungsmöglichkeiten betrachtet werden.

Ziel ist eine nachvollziehbare Priorisierung möglicher Projekte.

Weiterführend: Projekt-Potenzialanalyse

Wie läuft ein Wertanalyseprojekt ab?

Der Wertanalyse-Arbeitsplan strukturiert das Projekt von der Vorbereitung bis zur Realisierung.

Die im Projekt verwendete Darstellung gliedert den Ablauf in die Arbeitsschritte 0 bis 9: Projekt vorbereiten, Projekt definieren, Projektorganisation planen, Daten sammeln, Funktionen und Kosten analysieren, Lösungsideen entwickeln, Ideen bewerten, ganzheitliche Vorschläge entwickeln, Entscheidung herbeiführen und die beschlossenen Vorschläge realisieren.

Weiterführend: Wertanalyse-Arbeitsplan · Beratungsprozess

Welche Mitarbeiter sollten an einem Wertanalyseprojekt teilnehmen?

Das Team sollte die für die konkrete Aufgabenstellung notwendigen Perspektiven abdecken.

Typische Bereiche sind:

  • Entwicklung und Konstruktion,
  • Einkauf,
  • Produktion,
  • Qualität,
  • Produktmanagement,
  • Kalkulation oder Cost Engineering,
  • gegebenenfalls Service, Logistik oder Vertrieb.

Entscheidend ist nicht eine feste Teilnehmerzahl, sondern dass relevantes Fachwissen und Entscheidungskompetenz sinnvoll eingebunden werden.

Weiterführend: Interdisziplinäre Teamarbeit · Rollen im Wertanalyseprojekt

Welche Daten werden für ein Wertanalyseprojekt benötigt?

Das hängt von der Aufgabenstellung ab. Häufig relevant sind:

  • Produkt- und Herstellkosten,
  • Stücklisten,
  • technische Unterlagen,
  • Kundenanforderungen,
  • Markt- und Wettbewerbsinformationen,
  • Produktions- und Qualitätsdaten,
  • Lieferanteninformationen,
  • Stückzahlen und wirtschaftliche Randbedingungen.

Die Projektvorbereitung sollte klären, welche Daten für die konkrete Entscheidung tatsächlich notwendig sind.

Weiterführend: Kostentransparenz · Wertanalyse-Arbeitsplan

Wie lange dauert ein Wertanalyseprojekt?

Dafür gibt es keine allgemein gültige Dauer.

Der Aufwand hängt unter anderem von Produktkomplexität, Projektumfang, Datenlage, Teamverfügbarkeit, Anzahl der Workshops und notwendiger technischer Vertiefung ab.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen den gemeinsamen Workshopphasen und der anschließenden technischen Ausarbeitung und Umsetzung. Ein Wertanalyseprojekt ist daher nicht mit der Dauer eines einzelnen Workshops gleichzusetzen.

Weiterführend: Kostensenkungsprojekt und Workshop · Beratungsprozess

Was passiert nach dem Wertanalyse-Workshop?

Ein Workshop sollte nicht mit einer Ideenliste enden.

Ausgewählte Ideen werden konkretisiert, bewertet und zu Konzepten beziehungsweise Umsetzungspaketen weiterentwickelt. Dabei werden Verantwortlichkeiten, technische Aufgaben, Termine und wirtschaftliche Erwartungen festgelegt.

In Umsetzungsreviews wird anschließend geprüft, ob Maßnahmen realisiert werden und welche wirtschaftliche Wirkung tatsächlich erreicht wird.

Weiterführend: Umsetzung von Wertanalysemaßnahmen

Ist Wertanalyse auch für bestehende Serienprodukte geeignet?

Ja. Bestehende Produkte bieten sogar einen besonderen Vorteil: Es liegen reale Informationen über Kosten, Produktion, Qualität, Lieferanten und Kundenfeedback vor.

Gleichzeitig müssen Änderungskosten, vorhandene Werkzeuge, Zulassungen und Restlaufzeit berücksichtigt werden.

Wertanalyse kann deshalb sowohl kurzfristige Maßnahmen für ein bestehendes Produkt als auch grundlegende Änderungen für eine Nachfolgegeneration vorbereiten.

Weiterführend: Wertanalyse bei bestehenden Produkten

Funktionenanalyse, Funktionenkosten und weitere Methoden

Was ist eine Funktionenanalyse?

Die Funktionenanalyse untersucht, welche Aufgaben ein Produkt, Prozess oder eine Dienstleistung erfüllen muss.

Dabei wird bewusst von der bestehenden Lösung abstrahiert. Ein Bauteil kann mehrere Funktionen erfüllen; umgekehrt können mehrere Bauteile gemeinsam eine Funktion realisieren.

Diese Sicht hilft, die bestehende Konstruktion gedanklich zu verlassen und alternative Lösungen zu entwickeln.

Weiterführend: Funktionenanalyse · Funktionen richtig formulieren

Was ist eine Funktionenkostenanalyse?

Die Funktionenkostenanalyse ordnet Kosten den zuvor ermittelten Funktionen zu.

Damit wird die klassische bauteilbezogene Kostenanalyse um eine zusätzliche Frage ergänzt:

„Wie viel Aufwand entsteht für die Erfüllung dieser Funktion?“

So können kostentreibende oder potenzialbehaftete Funktionen identifiziert und anschließend gezielter bearbeitet werden.

Weiterführend: Funktionenkostenanalyse · Funktionenkosten zuordnen

Was ist der Unterschied zwischen Bauteilkosten und Funktionenkosten?

Bauteilkosten zeigen, welche Kosten einem konkreten Teil oder einer Baugruppe zugeordnet sind.

Funktionenkosten betrachten dagegen den Aufwand für eine Aufgabe beziehungsweise Funktion.

Da ein Bauteil mehrere Funktionen erfüllen kann und eine Funktion durch mehrere Bauteile realisiert werden kann, ergeben sich unterschiedliche Perspektiven. Beide sind für eine fundierte Produktkostenoptimierung wichtig.

Weiterführend: Funktionenkostenanalyse · Cost Breakdown

Was ist eine Funktionen-Potenzial-Analyse?

Die Funktionen-Potenzial-Analyse unterstützt dabei, Funktionen hinsichtlich möglicher Verbesserungs- und Veränderungspotenziale zu betrachten.

Dabei können beispielsweise Funktionenkosten, Kundenrelevanz, technische Komplexität und alternative Lösungsprinzipien einbezogen werden.

Das Ziel ist, die Kreativ- und Entwicklungsarbeit auf besonders relevante Suchfelder zu konzentrieren.

Weiterführend: Funktionen-Potenzial-Analyse

Was ist QFD und wie unterstützt QFD die Wertanalyse?

QFD – Quality Function Deployment – hilft, Kundenanforderungen strukturiert zu erfassen, zu gewichten und mit technischen Merkmalen beziehungsweise Lösungsentscheidungen zu verbinden.

In einem Wertanalyseprojekt kann QFD insbesondere in der Kundenphase helfen, bevor Funktionen und Kosten vertieft untersucht werden.

Damit wird verhindert, dass Kostenoptimierung ausschließlich aus Sicht der bestehenden Technik erfolgt.

Weiterführend: QFD und Kundenanforderungen

Was ist Target Costing und wie unterscheidet es sich von Wertanalyse?

Target Costing definiert den wirtschaftlichen Zielrahmen: Wie viel darf ein Produkt oder eine Lösung kosten?

Wertanalyse und Value Engineering unterstützen anschließend bei der Frage, wie die erforderlichen Funktionen innerhalb dieses Rahmens sinnvoll erfüllt werden können.

Die Methoden können sich daher gut ergänzen.

Weiterführend: Target Costing / Design-to-Cost · Zielkosten auf Funktionen übertragen

Was ist Cost Engineering und wie ergänzt es die Wertanalyse?

Cost Engineering untersucht Kostenstrukturen und technische Kostentreiber sehr detailliert.

Wertanalyse ergänzt diese Perspektive um Funktionen und Kundennutzen.

Cost Engineering kann beispielsweise zeigen, warum ein Bauteil teuer ist. Wertanalyse stellt zusätzlich die Frage, ob genau diese technische Lösung zur Funktionserfüllung überhaupt notwendig ist.

Weiterführend: Wertanalyse und Cost Engineering · Cost Breakdown · Should Costing

Was ist der Unterschied zwischen Wertanalyse, Lean und Six Sigma?

Die Methoden setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

Wertanalyse arbeitet stark funktionenorientiert und verbindet Nutzen und Aufwand. Lean fokussiert unter anderem auf Wertstrom und Verschwendung. Six Sigma arbeitet stark datenbasiert an Variation, Fehlerursachen und Prozessstabilität.

Je nach Problem können sich die Ansätze ergänzen.

Weiterführend: Wertanalyse, Lean, Six Sigma und BPM

Welche Rolle spielen Kreativität und TRIZ in einem Wertanalyseprojekt?

Nach der Analyse werden alternative Lösungen für priorisierte Funktionen gesucht.

Kreativitätstechniken helfen, bestehende Denkmuster zu verlassen. TRIZ kann insbesondere bei technisch anspruchsvollen Aufgaben eine strukturierte Ergänzung darstellen.

Die Kreativphase sollte jedoch nicht isoliert betrachtet werden: Gute Ideen müssen anschließend technisch und wirtschaftlich bewertet und umgesetzt werden.

Weiterführend: Kreativität in der Wertanalyse und TRIZ

Muss für Wertanalyse immer ein Wettbewerbsprodukt zerlegt werden?

Nein.

Benchmarking oder Teardown können sehr wertvolle Informationen liefern, sind aber nicht für jedes Projekt zwingend erforderlich.

Wenn geeignete Wettbewerbsprodukte verfügbar sind, können sie zeigen, wie andere Anbieter Funktionen technisch realisieren, Materialien einsetzen oder Komplexität reduzieren.

Weiterführend: Benchmarking · Teardown und Produktbenchmarking

Seminare und Qualifizierung

Welche Wertanalyse-Schulungen bietet Value Coaching an?

Auf der aktuellen Seminarseite werden unter anderem die Qualifizierung über Wertanalyse / Value Management Modul 1 bis Modul 3, Inhouse-Schulungen sowie methodische Spezialseminare angeboten.

Dazu gehören derzeit beispielsweise Schulungen zur Funktionenanalyse und Funktionenkostenanalyse.

Aktuelle Termine und tatsächlich angebotene Formate sollten immer auf der Seminarseite geprüft werden.

Weiterführend: Seminarübersicht

Was lernt man im Wertanalyse Modul 1?

Modul 1 vermittelt die Grundlagen von Wertanalyse und Value Management.

Die wesentlichen Methoden werden vorgestellt und anhand eines durchgängigen Fallbeispiels praktisch geübt. Dazu gehören unter anderem Funktionen- und Kostenanalyse, Kreativität und Bewertung.

Nach Modul 1 sollen Teilnehmer in der Lage sein, qualifiziert in Wertanalyse-/Value-Management-Projekten mitzuarbeiten.

Weiterführend: Wertanalyse / Value Management Modul 1

Wie ist die Ausbildung zum Wertanalytiker VDI aufgebaut?

Die Ausbildung erfolgt stufenweise über Wertanalyse Modul 1, Modul 2 und Modul 3.

Im Modul 1 werden die methodischen Grundlagen gelernt und anhand eines Fallbeispiels angewendet. In Modul 2 und Modul 3 übernehmen die Teilnehmer zunehmend selbst die Rolle des Moderators und üben, Methoden und Projektphasen anzuleiten.

Die Qualifizierung führt bis zur Prüfung zum Wertanalytiker VDI.

Weiterführend: Berufsbild Wertanalytiker / Value Manager · Module 1–3

Was verändert sich in Modul 2 und Modul 3?

Während im Modul 1 zunächst das Verständnis und die Anwendung der Methoden im Vordergrund stehen, übernehmen die Teilnehmer in den folgenden Modulen zunehmend Verantwortung für die Moderation.

Sie müssen Methoden nicht nur kennen, sondern diese im Team anleiten, Ergebnisse strukturieren und den Wertanalyseprozess methodisch führen.

Damit entwickelt sich die Rolle schrittweise vom methodisch qualifizierten Projektteilnehmer zum eigenständig moderierenden Wertanalytiker.

Wie schließt die Ausbildung zum Wertanalytiker VDI ab?

Nach Durchlaufen der vorgesehenen Qualifizierungsstufen erfolgt der Abschluss mit einer Prüfung zum Wertanalytiker VDI.

Die jeweils aktuellen Voraussetzungen, Nachweise und Zertifizierungsbedingungen sollten auf den Seminarseiten und in den einschlägigen VDI-Regelungen geprüft werden.

Weiterführend: Modul 3 · Berufsbild Wertanalytiker / Value Manager

Für wen ist ein Wertanalyse-Seminar geeignet?

Die Qualifizierung ist insbesondere für Mitarbeiter sinnvoll, die an Kosten-, Entwicklungs- oder Optimierungsprojekten beteiligt sind.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Entwicklung und Konstruktion
  • Einkauf und Cost Engineering
  • Produktion
  • Produktmanagement
  • Projektleitung
  • Qualität
  • interne Moderatoren

Die passende Ausbildungsstufe hängt von Rolle und Vorerfahrung ab.

Was ist der Unterschied zwischen offenem Seminar und Inhouse-Schulung?

Bei einem offenen Seminar nehmen Mitarbeiter verschiedener Unternehmen teil.

Eine Inhouse-Schulung wird für ein konkretes Unternehmen durchgeführt und kann stärker auf dessen Fragestellungen, Teilnehmergruppe und – soweit geeignet – eigene Produkte oder Praxisbeispiele abgestimmt werden.

Inhouse-Formate sind besonders interessant, wenn mehrere Mitarbeiter gemeinsam ein einheitliches Methodenverständnis aufbauen sollen.

Weiterführend: Inhouse-Schulung Wertanalyse

Gibt es spezielle Schulungen zur Funktionenanalyse und Funktionenkostenanalyse?

Ja. Auf der aktuellen Seminarseite sind eigene Angebote zur Funktionenanalyse und zur Funktionenkostenanalyse aufgeführt.

Die Funktionenanalyse-Schulung vertieft Anwendung und Moderation der Funktionenanalyse und Funktionenstrukturierung. Die Funktionenkostenanalyse baut darauf auf und fokussiert die Zuordnung und Analyse von Funktionenkosten.

Aktuelle Termine beziehungsweise Verfügbarkeit sollten direkt auf der Seminarseite geprüft werden.

Weiterführend: Seminarübersicht · Funktionenanalyse · Funktionenkostenanalyse

Beratung, Moderation und Einführung im Unternehmen

Was umfasst eine Wertanalyse-Beratung?

Eine Wertanalyse-Beratung kann – abhängig von der Aufgabenstellung – bereits bei der Auswahl des geeigneten Projekts beginnen und bis zur Umsetzung reichen.

Der aktuell veröffentlichte Beratungsprozess von Value Coaching umfasst unter anderem Projekt-Potenzialanalyse, Projektvorbereitung, Kundenphase, Funktionenanalyse, Funktionenkostenanalyse, Suchfelder, Ideenentwicklung, Bewertung und Umsetzungsbegleitung.

Weiterführend: Projektberatung

Wann ist ein externer Moderator sinnvoll?

Externe Moderation kann insbesondere sinnvoll sein, wenn:

  • Wertanalyse im Unternehmen noch wenig etabliert ist,
  • mehrere Bereiche mit unterschiedlichen Interessen zusammenarbeiten,
  • eine neutrale methodische Führung benötigt wird,
  • ein Pilotprojekt sicher strukturiert werden soll,
  • interne Mitarbeiter gleichzeitig methodisch lernen sollen.

Langfristig kann die externe Moderation mit dem Aufbau eigener Wertanalysekompetenz kombiniert werden.

Weiterführend: Kostensenkungsworkshop · Teamarbeit und Moderation

Wie kann Wertanalyse im Unternehmen eingeführt werden?

Ein möglicher Weg ist die Kombination aus Qualifizierung und einem realen Pilotprojekt.

Mitarbeiter lernen zunächst Grundlagen, wenden die Methodik anschließend in einem konkreten Projekt an und übernehmen schrittweise mehr Verantwortung.

Nach dem Pilotprojekt kann festgelegt werden, wie Projektwahl, Moderation, Standards, Qualifizierung und Umsetzungsverfolgung dauerhaft organisiert werden.

Weiterführend: Wertanalyse im Unternehmen einführen · Value Management Office

Kann Wertanalyse auch bei Prozessoptimierung eingesetzt werden?

Ja.

Der funktionenorientierte Ansatz kann auch auf Prozesse übertragen werden. Dabei wird nicht nur untersucht, wie ein heutiger Prozessschritt schneller durchgeführt werden kann, sondern welche Funktion der Schritt überhaupt erfüllt und ob diese Funktion anders organisiert oder technisch realisiert werden kann.

Weiterführend: Wertanalyse für Prozesse und Dienstleistungen

Wie erkennt man eine passende Wertanalyse- oder Value-Engineering-Beratung?

Für die Auswahl können unter anderem folgende Punkte betrachtet werden:

  • nachvollziehbare Projekterfahrung
  • methodische Qualifikation
  • Erfahrung in der Moderation interdisziplinärer Teams
  • veröffentlichte Referenzen
  • transparente Vorgehensweise
  • Verbindung von Analyse, Lösungsentwicklung und Umsetzung
  • Fähigkeit zum internen Kompetenzaufbau

Ein einzelnes Versprechen über eine bestimmte Einsparhöhe ist kein ausreichendes Auswahlkriterium.

Begleitet Value Coaching Projekte auch nach dem Workshop?

Ja. Der aktuell veröffentlichte Beratungsprozess sieht die Umsetzung ausdrücklich als Bestandteil des Vorgehens.

Ausgewählte Maßnahmen werden in Umsetzungspakete überführt und in Reviews weiterverfolgt. Dabei wird zwischen identifiziertem Potenzial, bewertetem Konzept, beschlossener Maßnahme, umgesetzter Lösung und tatsächlich realisierter wirtschaftlicher Wirkung unterschieden.

Weiterführend: Projektberatung · Umsetzung von Wertanalysemaßnahmen

Sie haben eine andere Frage?

Viele Fragestellungen sind projektspezifisch.

Wenn Sie beispielsweise wissen möchten,

  • ob sich Ihr Produkt für ein Wertanalyseprojekt eignet,
  • welche Daten benötigt werden,
  • ob ein Workshop oder ein vollständiges Projekt sinnvoll ist,
  • welche Qualifizierung zu Ihrer Rolle passt,

kann die passende Beratungs-, Methoden- oder Seminarseite weiterhelfen.

Für konkrete Projektfragen kann anschließend ein Vorgespräch sinnvoll sein.

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