Wertanalyse ist Teamarbeit.
Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Beteiligten dieselbe Rolle besitzen.
Ein Projekt benötigt klare Verantwortung für:
- Ziele
- Ressourcen
- methodische Führung
- fachliche Arbeit
- Entscheidungen
- Umsetzung
Wenn diese Rollen unklar sind, kann selbst ein fachlich starkes Team an organisatorischen Problemen scheitern.
Entscheidungsträger
Der Entscheidungsträger schafft den organisatorischen Rahmen für das Projekt.
Zu seinen Aufgaben können gehören:
- Projektauftrag unterstützen
- Ziele bestätigen
- Ressourcen ermöglichen
- Zielkonflikte entscheiden
- Vorschläge freigeben oder ablehnen
Im Wertanalyse-Arbeitsplan wird bereits in Arbeitsschritt 0.4 vorgesehen, Entscheidungsträger und WA-Projektleiter auszuwählen.
In Arbeitsschritt 8.4 wird die Entscheidung über die ausgearbeiteten Vorschläge ausdrücklich herbeigeführt.
WA-Projektleiter
Der WA-Projektleiter verantwortet den Projektablauf.
Je nach Organisation kann er gleichzeitig moderieren oder mit einem separaten Moderator beziehungsweise Wertanalytiker zusammenarbeiten.
Typische Aufgaben:
- Projekt vorbereiten
- Team koordinieren
- Termine und Arbeitspakete steuern
- Informationen beschaffen
- Ergebnisse dokumentieren
- Entscheidungen vorbereiten
- Umsetzung nachverfolgen
Moderator / Wertanalytiker
Die methodische Moderation sorgt dafür, dass das Team den Wertanalyseprozess strukturiert durchläuft.
Der Moderator:
- führt durch Methoden
- trennt Analyse und Lösungsentwicklung
- unterstützt die Funktionenorientierung
- strukturiert Diskussionen
- sorgt für Beteiligung unterschiedlicher Fachbereiche
- hält die Arbeit an den Projektzielen ausgerichtet
Er muss nicht der beste technische Spezialist für das Produkt sein.
Seine Aufgabe ist, die Fachkompetenz des Teams nutzbar zu machen.
Interdisziplinäres Arbeitsteam
Das Team bringt das notwendige Fachwissen zusammen.
Je nach Projekt können beteiligt sein:
- Entwicklung
- Einkauf
- Produktion
- Qualität
- Produktmanagement
- Service
- Controlling
- Logistik
- weitere Spezialisten
Entscheidend ist nicht die Zahl der Teilnehmer, sondern ob die für das Problem relevanten Perspektiven vertreten sind.
Experten temporär einbinden
Nicht jeder Spezialist muss an jedem Workshop teilnehmen.
Für einzelne Fragestellungen können Experten gezielt hinzugezogen werden.
Beispiele:
- Werkstoffexperten
- Fertigungsspezialisten
- Lieferanten
- Zulassung
- Patente
- Software
- Simulation
Dadurch bleibt das Kernteam arbeitsfähig, ohne auf notwendiges Spezialwissen zu verzichten.
Umsetzungsverantwortliche früh benennen
Eine gute Idee benötigt später einen Verantwortlichen.
Wenn Umsetzungsverantwortung erst nach Abschluss des Workshops verteilt wird, können Maßnahmen an Dynamik verlieren.
Deshalb sollte früh geklärt werden:
Wer übernimmt welche Maßnahme nach der Entscheidung?
