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Wertanalyse und Value Management
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bei Funktionen, Kosten und
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Die Methodenseite bündelt die wichtigsten Grundlagen, Analyseansätze
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Zielkosten sagen, wie teuer das Produkt sein darf – nicht, wo das Budget sinnvoll eingesetzt wird

Fachlich verantwortet von Dr.-Ing. Jörg Marchthaler, Value Coaching Marchthaler

Target Costing leitet wirtschaftliche Zielkosten aus Markt- und Ergebnisanforderungen ab.

Für ein Entwicklungsteam stellt sich danach die Frage:

Wie wird dieses Gesamtbudget sinnvoll auf das Produkt übertragen?

Eine rein bauteilorientierte Verteilung kann problematisch sein, wenn die bestehende technische Struktur noch gar nicht feststeht oder grundsätzlich verändert werden soll.

Eine Funktionenorientierung bietet eine zusätzliche Perspektive.

Kundenwert und Funktion verbinden

Wenn Kundenanforderungen strukturiert erfasst wurden, kann untersucht werden:

  • welche Funktionen besonders wichtig sind
  • welche Funktionen Differenzierung erzeugen
  • welche Funktionen lediglich notwendige Basisleistung darstellen

Damit entsteht eine Verbindung zwischen Kundenwert und technischen Aufgaben.

Von Funktionen zu Kostenbudgets

Auf dieser Grundlage können Zielkosten funktional diskutiert werden.

Die Grundidee lautet:

Für kundenrelevante Funktionen soll wirtschaftlich angemessener Aufwand zur Verfügung stehen.

Das bedeutet nicht, dass sich jede Funktion exakt mathematisch mit einem „richtigen“ Kostenwert versehen lässt.

Die funktionale Zielkostenbetrachtung ist vor allem eine Steuerungs- und Diskussionsgrundlage.

Warum Bauteilbudgets allein begrenzen können

Wenn Zielkosten früh auf bestehende Baugruppen verteilt werden, besteht die Gefahr, die heutige Architektur zu verfestigen.

Funktionale Zielkosten können dagegen die Frage öffnen:

Welche technische Lösung erfüllt diese Funktion innerhalb des wirtschaftlichen Rahmens?

Damit passt die Betrachtung gut zu Value Engineering.

Verbindung zu Funktionenkosten

Funktionenkosten beschreiben den heutigen beziehungsweise kalkulierten Aufwand für Funktionen.

Funktionale Zielkosten beschreiben einen angestrebten wirtschaftlichen Rahmen.

Die Differenz kann Suchfelder erzeugen.

Aber auch hier gilt:

Eine hohe Abweichung allein beweist nicht, dass eine Funktion „zu teuer“ ist. Kundenrelevanz, technische Randbedingungen und Risiken müssen berücksichtigt werden.

Praktische Anwendung

Eine mögliche Vorgehensweise:

  1. Zielkosten des Produkts bestimmen
  2. Kundenanforderungen und Funktionen strukturieren
  3. Funktionen nach Relevanz betrachten
  4. wirtschaftlichen Zielrahmen diskutieren
  5. heutige beziehungsweise geplante Funktionenkosten gegenüberstellen
  6. Suchfelder priorisieren
  7. alternative Lösungen entwickeln

Die konkrete Methodik hängt vom Projekt und vom verwendeten Target-Costing-System ab.

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